Die Bürgeralm NEU
Mit dem Auto, dem Fahrrad oder zu Fuß die "Panoramastrasse" erleben. Nach einer Stärkung im Gasthof "Pierergut" (1.000m) ca. 8km und mit maximal 10% Steigung bis auf den Almboden der Bürgeralm (1510m). Walker, Mountain- und andere biker fahren mautfrei am Schranken vorbei, Autofahrer müßen sich (leider) eine Mautmünze z.B. im Gasthaus besorgen (EUR 9/Auto). Für Hüttengäste der Almhütte "Steirische Botschaft" ist die Mautmünze in der Hüttenmiete inkludiert.
Der Einstieg zum "Panoramaweg-Skywalk" befindet sich beim großen Parkplatz unmittelbar neben dem Weidezaun-Durchgang rechts. Der Familienrundwanderweg führt erst zum Gipfelkreuz Gretlhöh (dort stehen mehrere "Bankerl" mit Ausblick Richtung "Fölzstein" und Hochschwabmassiv und verführen zu einer ersten Rast auf knapp 1600m). Von dort gehts - quasi aussen um die Alm herum - zuerst ein Stück bergab und dann weiter Richtung Süden bis zur spektakulären Doppelplattform, auf der sich - wie auf einem großen "Bergbalkon" - die Aussicht genießen läßt. Der mit Holzschnipsel ausgelegte Weg erfordert Trittsicherheit und führt unterhalb der Hütten durch den Wald bis zum Almboden, dort wo auch der Wandersteig "Neun Reihen" in die Alm einmündet.
Von dort gehts ein Stück über die Alm, an der Bergstation vom 2er-Sessellift links oder rechts vorbei in Richtung Bürgeralm Gipfelkreuz zur "Panorama-Plattform" wo sie am großen Holztisch und wunderbarer Aussicht die verdiente Rucksackjause zu sich nehmen können. Je nach Kondition und Verweildauer bei den Plattformen dauert der Wanderweg ein bis zwei Stunden.
Direkt unterhalb der Plattform endet der vom bekannten Alpinisten Stefan Gatt und seinem Team geplante und durch seine "Arenavariante" spektakuläre "Klettersteig". Ca. 400m die Südseite der Bürgeralm entlang und durchgehend mit einem Stahlseil gesichert verläuft eine interessante Route in fast senkrechtem Gelände und einem Schwierigkeitsgrad von B aufwärts. Die Begehungszeit vom Einstiegsfelsen bis Ausstieg Panoramaplattform beträgt, den "3K" (Können, Kraft und Kondition) entsprechend, ein bis zwei Stunden in der Normalvariante. Die entsprechende Klettersteig-Ausrüstung ist für die Begehung natürlich Voraussetzung!.
Davon ausgenommen ist das "Gustostückerl" des Klettersteigs, die sog. "Arena-Variante", ein eher stark überhängender Teilbereich mit einer Länge von etwa 15m. Dieser Bereich gilt mit dem Schwierigkeitsgrad F als die momentan schwierigste Klettersteig-Passage der Alpen und sollte nur von absoluten Experten und unbedingt gesichert begangen werden. Die Arena kann auch in einer leichteren Variante umgangen werden.
Prinzipiell sollten sie als Anfänger nur mit einem Bergführer gehen. Gerne empfehlen wir auf Anfrage einen lokalen Profi. Zum Einlesen und quasi als "Trockentraining" praktische Tipps von unseren Freunden bei bergzeit.de
Links zur Routenbeschreibung und Film von A. Jentzsch und Dieter Wissekal
Routenbeschreibung -------- Film über die Arenavariante bzw. link zum Outdoorpark Aflenz
Vom Endausstieg sowie auch von allen Notausstiegen sinds nur wenige Minuten bis zur Almhütte "Steirische Botschaft". Dort können Sie ganz privat Ihr Balancegefühl trainieren.
Äquilibristik hinter der Hütte: Für unsere Bergsteigergäste - und solche die es noch werden wollen - gibts auf der Hütte einen sogenannten "Yosemite - Balanciergurt" (bitte den Rudi danach fragen!).
Die Geschichte des Gurtes:
das legendäre „Camp 4“ im Yosemite- Nationalpark ist seit Jahrzehnten Treffpunkt der besten Kletterer aus aller Welt, um voneinander zu lernen und neue Dinge auszuprobieren. Ende der 60er Jahre balancierten sie zunächst auf den Absperrketten des Campingplatzes, später auf Seilen und Gurten ihrer Kletterausrüstung. Anfang der 80er entwickelten Enthusiasten dieses Zeitvertreibs daraus den "Balanciergurt" (Bruchlast 2,5 t).
Mittels Spannratsche aus hochfestem Stahl auf Kniehöhe zwischen zwei Bäumen gespannt und mit rund 5 cm Breite bietet er eine immer noch herausfordernde, aber auch für Ungeübte vertrauenerweckend breite Fläche. Auch wenn man nicht nur auf günstige Witterung zum Bezwingen des nächsten Gipfels wartet, wird man daher schnell Gefallen an diesem Sport finden. Abhängig von der Spannung kann der Gurt mehr oder weniger flexibel eingestellt werden, Geübte können sich auch an Sprüngen und Drehungen versuchen. Wer ihn regelmäßig nutzt, merkt schnell, wie das ständig erforderliche Ausgleichen der Bewegungen nicht nur den Gleichgewichtssinn, sondern auch Konzentration und Körperkoordination trainiert. Für Kinder ist der Balanciergurt – unter Aufsicht von Erwachsenen (!) – selbstverständlich auch geeignet. Sportlicher Zeitvertreib für unsere Hüttengäste, nicht nur bei schlechtem Wetter.
